Lernen ohne Angst
21.07.10 / Erziehungsstile / Autor: Ella / Kommentare: (0)
Schlagwörter: Angst, Lernen, Schule
Kinder machen nicht immer das, was ihre Eltern gerne wollen. „Wie soll das nur in der Schule werden?“, fragt sich so manche Mutter bange. Denn das ist das Lernen schließlich Pflicht. Klein Sophie muss dann etwas ganz Bestimmtes zu einer festgelegten Zeit machen, und das entspricht bestimmt nicht immer den eigenen Wünschen und Gewohnheiten. Weil aber Sophichen zu Hause immer machen konnte was sie wollte, geht es ihr in der Schule erst mal nicht so gut. Deshalb ist es wo wichtig, das Eltern ihre Kinder für die Zeit in der Lernanstalt vorbereiten.
Aller Anfang ist schwer
Lesen und Schreiben – viele Erwachsene wissen es vielleicht nicht mehr, aber beide Fähigkeiten erfordern viel Können und Konzentration. Denn auf dem Weg vom einzelnen Buchstaben hin zum geläufigen Lesen rücken unendlich viele Einzelleistungen so weit in den Hintergrund des Bewusstseins, dass man schließlich nichts mehr von ihnen spürt – und damit vergisst. Für das Kind sind diese Herausforderungen aber ganz präsent – und manchmal bedrückend schwierig. Aber Eltern können das Lernen in der Schule unterstützen: Zum Beispiel in dem sie mit dem Kind über schöne Buchstaben oder komische Zahlen sprechen – auch wenn das eigene Interesse daran nur mäßig sind. Kinder lieben es neu Entdecktes zu thematisieren.
Was müssen Lehrer, was Eltern tun?
Allerdings ist es für Eltern manchmal schwer zu erkennen, was die Kinder sich in der Schule aneignen und was es gilt, zu Hause zu erarbeiten. Viele Eltern möchten aber wissen, was sie vor der Schule auf jeden Fall tun müssen, um ihr Kind auf das Lernen in der Schule vorzubereiten. Und wer soll sich überhaupt wem anpassen – die Kinder der Schule oder die Schule den Kindern?
Es ist wohl am ehesten ein wechselhafter Prozess. Und vor allem Kinder, die sozial kompetent sind, wird es in der Schule gut gehen – auch wenn sie etwas langsamer im Lesen sind. Kinder also, die gelernt haben, sich ganz unterschiedlichen Situationen anzupassen und nicht immer alles Gute für sich haben wollen. Solche Jungen und Mädchen können abwarten, bis sie „dran“ sind und sich in das soziale Gefüge einfinden. Und um solche Kompetenzen zu schulen, ist man am besten ein gutes Vorbild. Z.B. indem man im Bus nicht lauthals telefoniert und andere stört, höflich und respektvoll ist und nicht nur das eigene, sondern auch andere Kindern mal mit etwas Gutem bedenkt. Denn die Kleinen schauen sich all das ganz genau ab.
Lernen im Alltag
Und auch das Zuhören, was in der Schule so wichtig ist, lernen Kinder schon früh von ihren Eltern. Das beginnt mit den Lächeldialogen von Mutter und Kind und setzt sich in allen Situationen fort, in denen Kind und Erwachsener etwas gemeinsam wahrnehmen – ob Vogel, Auto oder Gewitter – und sich darüber austauschen. Eine solche Fachsimpelei ist so etwas wie die Grundform des Unterrichts. Die meisten Eltern werden also wissen, dass ihr Kind im Grund gut vorbereitet in die erste Klasse geht.
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